Antike Weltkarten als Kunstdruck
Bilder und bildliche Darstellungen spielten im Leben der Menschen schon immer eine wichtige Rolle. Beobachtungen des Himmels und der Planeten und die daraus abgeleiteten Zusammenhänge wurden schon sehr früh, wie z.B auf der Himmelsscheibe von Nebra, dargestellt. Die wohl älteste geographische Darstellungen stammt aus der Urzeit und wurde im türkischen Çatal Hüyük gefunden. Hierbei handelt es sich um eine Wandmalerei, die nicht nur die Häuser der Siedlung darstellt, sondern auch die Gipfel des dortigen Vulkans. Frühgeschichtliche geographischer Aufzeichnungen aus Mesopotamien sind weitere Zeugnisse der Kartographie. Dabei gilt die in der Stadt Nuzi gefundene Tontafel als älteste Kartendarstellung.
Waren diese ersten Landkarten noch recht einfache Darstellungen der örtlichen Verhältnisse, entstanden im Mittelalter prächtige Weltkarten, die ähnlich einem Gemälde die Ordnung und Schönheit der göttlichen Schöpfung abbildeten, wobei eine realistische Darstellung der geographischen Verhältnisse nach dem damaligen Weltbild nicht gegeben war. Diese Weltkarten zeigen, meist als kreisförmige Darstellungen, die drei damals bekannten Erdteile: Europa, Asien und Afrika, die durch das Mittelmeer getrennt und von Ozeanen umflossen werden. Das Zentrum dieser Weltkarten ist in vielen Fällen die Grabeskirche Christi in Jerusalem (Der Nabel der Welt). In dieser Zeit entstanden großformatige Weltkarten, Atlanten, Landkarten, Wegekarten, Seekarten aber auch zahlreiche Illustrationen zu Handschriften, Städteansichten und mit erklärenden Texten versehene Landkarten.
Auch die Technik der Fertigung von Landkarten und Weltkarten veränderte sich im Lauf der Zeit. Neben aufwendigen Federzeichnungen wurden später im 15. Jahrhundert Holzschnitte und im 16. Jahrhundert Kupferstiche zur Grundlage der Kartenherstellung. Holzschnitte und Kupferstiche boten die Möglichkeit, Weltkarten und Landkarten zu vervielfältigen. Da der Farbdruck hierbei nicht möglich war wurden diese Weltkarten und Landkarten mit viel Aufwand handkoloriert. Bei gleicher Druckvorlage entstanden jedoch farblich unterschiedliche Unikate.
Auch heute üben die antiken Landkarten und Weltkarten einen magischen Reiz auf den Betrachter aus. Als dekorative Bilder auf Leinwand schmücken sie nicht nur öffentliche Einrichtungen, Ämter und Institutionen. Auch im privaten Bereich, der gemütlich eingerichteten Bibliothek, dem Wohnzimmer und dem eigenen Büro, sind diese Bilder auf Leinwand der absolute Hingucker und verkörpern Geschmack, Stil und Individualität.



